Raiffeisenbank Obermain Nord eG

 

„Mit unseren Aktionen haben wir die Menschen in der ganzen Region erreicht!" 

Das Unternehmen

Die Raiffeisenbank Obermain Nord hat ihren Sitz in Altenkunstadt, Oberfranken. In 16 Filialen beschäftigt sie 144 Mitarbeiter, weiter gehören 10 Aufsichtsräte und 11.400 Genossenschaftsmitglieder zum Unternehmen.

Die Aktion

Die erste Aktion fand 2011 statt und bestand in einem Beratungsgespräch seitens der Betriebsärztin. Seither wurden die Maßnahmen immer weiter professionalisiert. „2012 entwarfen wir ein Anschreiben und boten mit Unterstützung eines medizinischen Logistikpartners unseren Mitarbeitern die Darmkrebstests an", erinnert sich Siebenaller. 2013 wurden dann die Aufsichtsräte und Genossenschaftsmitglieder sowie deren Angehörige einbezogen - ein Ansatz, der Furore machte. „Wir haben im weiten Umkreis ein sehr positives Echo erzielt und wurden sogar auf Festen und im Supermarkt auf die Aktion
angesprochen", freut sich Siebenaller. Das überzeugte schließlich auch die Juroren des Felix Burda Awards, die den Preis in der Kategorie „Betriebliche Prävention bei mittelständischen Unternehmen" 2014 an die Bank verliehen. 

Die Umsetzung

Aktuell werden die Zielgruppen über die lokalen Medien und diverse Kommunikationskanäle in der Bank informiert und zur Teilnahme eingeladen. Interessenten können dann auf der Website www.genossenschaftlich-gegen-krebs.de oder per Flyer beim Logistikpartner einen Risikofragebogen und den Darmkrebstest bestellen. Dort werden die zurückgesandten Tests auch befundet. „Bei negativem Ergebnis erfolgt eine schriftliche Mitteilung, bei positivem Befund melden sich Ärzte des Logistikpartners und beraten über das weitere Vorgehen", sagt Siebenaller. Mittlerweile hat die Bank auch das Klinikum Kulmbach und einen niedergelassenen Internisten in die Aktion eingebunden. Die Ärzte übernehmen bei positiven Befunden die Anschlussbetreuung und stehen der Bank für die Erstellung von Informationsmaterial, Beratungsgespräche und Referate zur Verfügung.

Die Ergebnisse

Seit 2011 haben die Maßnahmen rund 15.000 € gekostet. Für den Vorstandsvorsitzenden Siebenaller ist das Geld gut angelegt. 2012 nahmen mehr als die Hälfte der Mitarbeiter teil und 82 Prozent schickten die angeforderten Darmkrebstests ein. Die Ergebnisse kennt nur der Logistikpartner. Allerdings haben sich drei Mitarbeiter persönlich bedankt, bei denen im Rahmen der Aktion Polypen beziehungsweise ein Tumor festgestellt wurden. „Nach solchen Gesprächen denkt man nicht mehr an das Geld, da ist man nur noch gerührt."

Worauf kommt es an?

Für Siebenaller ist das Wichtigste, die Menschen zu informieren. „Wir haben sie über unsere persönlichen Anschreiben, die Mitgliederzeitung und die lokalen Medien erreicht. Und daraus ist eine Welle der Zustimmung entstanden, die sich immer weiter aufbaut."