Testtypen

Unternehmensaktionen können ganz einfach mit FOBT-Tests (Tests auf verstecktes Blut im Stuhl) durchgeführt. Es gibt verschiedene Arten solcher Stuhltests. Hier liefern wir Ihnen einen kleinen Überblick:

ImmunologischeTests (iFOBT):

Im Rahmen der betrieblichen Darmkrebsvorsorge werden heute generell immunologische, auch genannt immunchemische, Tests verwendet, da sie einfacher in der Handhabung sind und von den Mitarbeitern wesentlich besser akzeptiert werden als die guajakbasierten Tests. Auch die Felix Burda Stiftung und die Stiftung LebensBlicke empfehlen den Einsatz immunologischer Stuhlbluttests. Einige der Firmen, die immunologische Tests herstellen bzw. vertreiben, bieten einen besonderen Service für Unternehmensaktionen. Da es noch keine so großen Untersuchungskollektive gibt wie bei den chemischen Tests werden sie derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet, Bemühungen hierzu laufen.

Chemische Tests (GUAJAK-Tests/ gFOBT):

Sie sind seit Jahrzehnten am Markt, sehr preiswert und gut evaluiert, d.h. sie haben ihre Wirksamkeit in großen Studien unter Beweis gestellt. Allerdings sind sie bezüglich Empfindlichkeit (Sensitivität) und Spezifität weniger aussagefähig als die neueren immunologischen Testverfahren. Diese chemischen Stuhlbluttests werden von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen.


Für alle Stuhlbluttests gilt:

Krebsvorstufen und Tumore bluten nur zeitweise und das eventuell vorhandene Blut ist nicht homogen im Stuhl verteilt. Deshalb ist es wichtig, die Stuhlproben an drei verschiedenen Stellen zu entnehmen. Die Sensitivität, also die Wahrscheinlichkeit, eine Krebsvorstufe oder Krebs im Frühstadium zu entdecken, nimmt dadurch erheblich zu. Voraussetzung ist allerdings die jährliche Wiederholung.

Eine weitere Variante stellen Tumormarker-Tests dar. Mit ihnen werden Stuhlproben auf die Existenz tumorspezifischer Proteine untersucht. Die Wirksamkeit dieser Tests ist umstritten, insbesondere bezüglich ihrer Spezifität. Darüber hinaus sind sie deutlich teurer als die chemischen und auch die immunologischen Tests und werden von der GKV nicht erstattet.