Risiko
Grundsätzlich: Jeder kann in jedem Alter Darmkrebs bekommen. Bestimmte Personengruppen aber haben ein besonders hohes Risiko an Darmkrebs zu erkranken.
Sind Sie Darmkrebs-Erbe?
Rund jeder dritte Darmkrebs ist durch eine familiäre Vorbelastung mit bedingt. Ein familiäres Risiko liegt immer dann vor, wenn Großeltern, Eltern oder Geschwister an Darmkrebs, Darmpolypen oder auch an einem bösartigen Tumor des Magens sowie der Gebärmutter erkrankt sind. Auch wenn Geschwister der Eltern oder Großeltern erkrankt sind, kann sich das persönliche Risiko erhöhen. Deshalb ist es gerade für junge Menschen wichtig, "Familienforschung" zu betreiben. Aber keine Panik! Selbst wenn in Ihrer Familie mehrere Fälle von Darmkrebs, Darmpolypen oder verwandten Krebserkrankungen vorkommen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie an Darmkrebs erkranken werden. Es bedeutet jedoch mit Sicherheit, dass Sie ein erhöhtes Risiko haben und entsprechende Vorsorge treffen müssen. Ein Umkehrschluss - keiner in der Familie hat Darmkrebs, also kann mir nichts passieren - wäre allerdings fatal. In jeder Familie gibt es irgendwann einen ersten Fall. Bei Vorliegen eines familiären Risikos wird generell empfohlen, spätestens im Alter von 40 Jahren mit der Darmkrebsvorsorge zu beginnen.
Ein erhöhtes Risiko tragen außerdem Menschen, die:
- schon länger an einer schweren Entzündung der Dickdarmschleimhaut
(Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn) leiden - Darmpolypen haben oder hatten
- Blut in oder auf ihrem Stuhl beobachtet haben
- sich falsch ernähren, d.h. zuviel Fleisch und tierische Fette und zu wenig Obst,
Gemüse und andere Ballaststoffe essen - Alkohol trinken und/oder rauchen
- sich wenig bewegen
- Übergewicht haben
- Diabetes haben
- älter als 45 Jahre sind
Testen Sie Ihr persönliches Darmkrebsrisiko!
Mehr Infos über die Risiken, an Darmkrebs zu erkranken, finden Sie auf unserer Website:
www.darmkrebs.de
Die Felix Burda Stiftung bietet Darmkrebspatienten ab sofort die Möglichkeit an, sich kostenfrei eine qualifizierte ärztliche Zweitmeinung für die Behandlung ihrer Erkrankung einzuholen. Mehr Infos unter:
www.darmkrebs.de/de/behandlung/therapieentscheidung/zweitmeinung/


