Felix Burdas‘ Wunsch war es, dass die Stiftung, die seinen Namen trägt, möglichst viele Menschen vor dem Schicksal bewahrt, das er erleiden musste. 

Niemand müsste an Darmkrebs sterben!
Denn es gibt - anders als für die meisten anderen Krebserkrankungen - für Darmkrebs wirkliche Vorsorgemöglichkeiten: Werden bei der Darmspiegelung gutartige Vorstufen (Polypen) von Darmkrebs erkannt und entfernt, hat man damit verhindert, dass diese sich später zu Krebs entwickeln.

Der Kampf gegen Darmkrebs ist in erster Linie kein medizinisches, sondern ein kommunikatives Problem: Es müssen so viele Menschen wie möglich über die großen Chancen informiert werden, die die Teilnahme an Darmkrebsvorsorge für sie darstellt.
Hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung.
Nur so können wir erreichen, dass die Anzahl der jährlichen Darmkrebstoten sinkt.

 

Was tun wir, um das gesteckte Ziel zu erreichen?

1. Bundesweites Einladungsverfahren

Einladungsverfahren   Wir setzen uns für die Einführung eines bundesweiten Einladungsverfahrens ein, d. h. jeder Bürger über 50 wird mit einem persönlichen Anschreiben zur Darmkrebsvorsorge eingeladen. Dadurch lässt sich die Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung erfahrungsgemäß deutlich erhöhen. Ein erster großartiger Erfolg in diese Richtung war die Verabschiedung des Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes im April 2013. Bis aber ein bevölkerungsbezogenes Einladungsverfahren für die Darmkrebsfrüherkennung und -vorsorge endgültig eingeführt und umgesetzt ist, bedarf es seitens der Stiftung weiterer intensiver Lobby-, Vernetzungs- und Kommunikationsarbeit.

2. familIäres Darmkrebsrisiko

Familiäres Risiko   Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit einem familiären Darmkrebsrisiko ein gesetzlicher Anspruch auf Früherkennung, auf frühzeitige Identifikation des erhöhten Risikos und auf Aufklärung über risikoangepasste Vorsorge zuerkannt wird. Ca. 4 Millionen Menschen in Deutschland sind vom familiären Darmkrebs betroffen. Der Beginn der gesetzlichen Darmkrebsvorsorge kommt für sie zu spät, da sie oft in einem wesentlich früheren Alter als Menschen mit durchschnittlichem Risiko an diesem Krebs erkranken. Wir treten dafür ein, dass diese Hochrisikogruppe in die Krebsfrüherkennungsrichtlinie aufgenommen wird und ein Recht auf vorgezogene Darmkrebsvorsorge erhält.
Um dies zu erreichen, muss die Felix Burda Stiftung intensive Vernetzungs- und Lobbyarbeit bei den Institutionen des Gesundheitswesens leisten

3. Betriebliche Prävention

Betriebliche Prävention   Wir setzen uns für die Etablierung der betrieblichen Prävention als zentrale Säule des deutschen Gesundheitswesens ein. Nirgendwo sonst lassen sich Menschen so direkt ansprechen und zur Teilnahme an präventiven Maßnahmen bewegen wie am Arbeitsplatz. Diese Ressource wird bisher zu wenig genutzt. Dabei bietet sie nicht nur Arbeitnehmern sondern vor allem auch den Arbeitgebern und der gesamten Volkswirtschaft einen erheblichen Nutzen, denn jeder in das betriebliche Gesundheitsmanagement investierte Euro zahlt sich mit 5 - 16 Euro aus.
Wir wollen, dass die betriebliche Prävention deutlich gestärkt wird und fordern von der Politik klare Zielvereinbarungen und das Setzen von Anreizen, um Programme für die Prävention kostenintensiver chronischer Erkrankungen möglichst flächendeckend in den deutschen Unternehmen zu implementieren.
Um dies zu realisieren, bedarf es - neben der 2011 veröffentlichten Studie „Vorteil Vorsorge: Die Rolle der betrieblichen Gesundheitsvorsorge für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftstandortes Deutschland" - weiterer Studien und Projekte sowie einer umfangreichen Netzwerk- und Lobbyarbeit.

4. Awareness

Awareness   Durch die Etablierung des Darmkrebsmonat März als nationalen Aktionsmonat gegen Darmkrebs, setzten wir bereits 2002 einen wichtigen Meilenstein, der heute zusätzlich durch unsere vielseitigen, konzertierten Kommunikationsmaßnahmen an Bedeutung gewonnen hat.
Mit Werbung in Print, TV, Radio und Online, mit Public Relations und Media Relations, sowie mit unseren Social Media-Aktivitäten, Webpräsenzen und Online-Kanälen generieren wir Aufmerksamkeit für ein Thema, das den meisten Bürgern vor einigen Jahren noch als Tabu galt.
Wir wollen die Kommunikation zukünftig auf spezifische, bislang schwer erreichbare Zielgruppen fokussieren und neben der Weiterentwicklung so wichtiger Tools wie „Faszination Darm" und der „APPzumARZT", auch auf die Neuentwicklung von überraschenden Online- und Offline -Aufklärungstools setzen.

5. ÄrztE stärken

Hausarzt   Den Ärzten fehlt oft ausreichend Zeit für ihre Patienten. Auch die Beratung und Aufklärung über Darmkrebsvorsorge kommt daher oft zu kurz. Wir wollen Ärzten und medizinischem Assistenzpersonal Tools für die Kommunikation mit den Patienten zur Verfügung stellen. Unsere Anstrengungen in den o. g. Bereichen wollen wir in den kommenden Jahren intensivieren, um die Zahl der jährlichen Darmkrebstoten weiter zu senken.