Deutsches Krebsforschungszentrum

 

Das Unternehmen

Mit mehr als 3.000 Beschäftigten ist das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) die größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen an verschiedenen Standorten, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, um Krebserkrankungen zu verhindern. Sie entwickeln zudem neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können.

Die Aktion
Würden alle Maßnahmen der Krebsprävention konsequent umgesetzt, könnte die Rate der Krebsneuerkrankungen um bis zu 45 Prozent niedriger liegen. Dem DKFZ kommt hier eine Vorreiterrolle zu. Daher ist es dem Vorstand ein großes und persönliches Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber dem Thema Krebsprävention und Früherkennung zu sensibilisieren. Deshalb bietet das Betriebliche Gesundheitsmanagement DKFZ aktiv! ein fest etabliertes Programm u.a. zu Darmkrebs, Hautkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs und Brustkrebs an. Es umfasst verschiedene Angebote, sich zum Thema Krebsprävention und -Früherkennung zu informieren, beraten und – wo möglich und sinnvoll – untersuchen zu lassen.

Die Umsetzung
Im Darmkrebsmonat März 2016 fand die erste Kampagne für Mitarbeitende aus dem Programm zum Thema Darmkrebs statt, 2019 wurde sie wiederholt. Über die einzelnen Angebote informierten Flyer, Plakate, Rundmails sowie Beiträge im Intranet und in der Mitarbeiterzeitung. Den Auftakt bildete ein persönliches Einladungsschreiben des Vorstands. Es folgten Vorträge zu verschiedenen Aspekten der Darmkrebsprävention und das VorsorgTheater der Stiftung LebensBlicke präsentierte die Komödie „Alarm im Darm“. Anfang März gastierte das begehbare Darmmodell der Felix Burda Stiftung für zwei Tage im DKFZ. Der Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ flankierte die Darmkrebskampagne mit einem Informationsstand. Das Darmkrebsscreening mittels quantitativen immunologischen Stuhlprobentests, begleitet durch ärztliche Beratung und durchgeführt von einem externen Dienstleister, stand unabhängig vom Alter allen Beschäftigten offen. Zudem wurde zur Teilnahme an einer Studie zur Bewertung neuer Früherkennungstests zur Darmkrebsprävention motiviert, die das vom DKFZ mitgetragene Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg durchführt.

Die Ergebnisse
Die Angebote wurden rege genutzt. Am Screening nahmen 358 (2016) beziehungsweise 309 (2019) Mitarbeitende aller Standorte teil. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer nahmen ein ärztliches Beratungsgespräch wahr. Von den untersuchten Test waren glücklicherweise jeweils über 95 Prozent negativ in rund 50 Fällen wurde zur genaueren Untersuchung eine Koloskopie empfohlen.

Ausblick
Die Darmkrebskampagne soll alle vier Jahre wiederholt werden.

Worauf kommt es an?

Ziel der Darmkrebskampagne ist es, über den Nutzen von Früherkennungs- und Präventionsangeboten aufzuklären, Themen wie die Koloskopie zu enttabuisieren sowie die Schwelle zur Wahrnehmung zu senken. Die Aktionen finden deshalb während der Arbeitszeit und innerhalb des DKFZ statt, sodass sie für alle leicht zugänglich sind. Neben der kontinuierlichen Information über interne Kanäle trägt vor allem die umfassende Unterstützung des Vorstands zum Erfolg der Kampagne bei. „Schließlich ist die beste Krebstherapie, die Entstehung von Krebs zu verhindern, oder Krebserkrankungen so früh zu erkennen, dass sie mit sehr gutem Erfolg behandelt werden können”, sagt Michael Baumann, der DKFZ-Vorstandsvorsitzende.