Ehrenfelix 2025 Partner

 

Wählen Sie den Ehrenfelix 2026

Lesen Sie unten die Portraits der Nominierten und geben Sie Ihrer Favoritin eine Stimme:

Auswahlmöglichkeiten

Im Portrait: Die Nominierten.

Johanna Wagmeier (39)

Bei Johanna aus der Steiermark in Österreich wurde im Oktober 2022 Darmkrebs im Stadium III diagnostiziert. Die Lehrerin, verheiratete Mutter von zwei Kindern, durchlief Radiochemotherapie, Hemilektomie mit protektivem Illeostoma, adjuvante Chemo und schließlich Rückverlagerung des Stomas. Sie ist seither  in Totalremission, leidet aber immer noch am LARS-Syndrom und zeitweiser Stuhlinkontinenz. Seit ihrer Diagnose versucht sie, auf die Vorsorge und Erkrankung aufmerksam zu machen. Sie ist der Meinung, dass es wichtig ist, Menschen die Scheu vor einer Koloskopie zu nehmen und bereits Erkrankten zu zeigen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind und sich für die Probleme, die sich daraus ergeben weder verstecken noch schämen brauchen.

In Podcasts, Interviews und im Fernsehen spricht sie über ihr Leben mit und nach dem Krebs. Ihre Hauptprojekte sind ihr Erfahrungsbericht in Buchform "Unter der Gürtellinie", der im August 2025 erschienen ist und humorvoll und offen von ihrer Erkrankung erzählt und ihr gleichnamiges Kabarettprogramm, mit dem sie  schon über 20 Kurzauftritte hatte. Mehr auf www.johannawagmeier.at 

Georgina Hoffmann (53)

Bei Georgina, die ursprünglich aus Toronto stammt und seit 2002 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Baden-Württemberg lebt, wurde mit 50 Jahren Darmkrebs diagnostiziert.

Krebs ist seit Generationen ein fester Bestandteil der Geschichte ihrer Familie. Ihre Urgroßmutter verstarb mit 43 Jahren an Brustkrebs, die Großmutter erkrankte mit 44 an Darmkrebs, ihre Mutter erhielt dieselbe Diagnose im Alter von 40 Jahren und ihre jüngere Schwester bereits mit 35. Auch die Schwestern ihrer Mutter entwickelten unterschiedliche Krebsarten. Sie wuchs mit dem Bewusstsein auf, dass Krebs in ihrer Familie ungewöhnlich häufig und eine tödliche Bedrohung war. Mitte der 1990erJahre veränderte ein Zeitungsartikel über erblich bedingten Krebs alles. Er veranlasste ihre Mutter, den Hausarzt zu kontaktieren, der einen Termin bei einer Genetikerin arrangierte. So nahm ihre Familie am Ontario Familial Colorectal Cancer Registry (OFCCR) teil. 1998 gehörten ihre Familienmitglieder zu den ersten Patientinnen, die sich einem Gentest auf LynchSyndrom unterzogen mit dem Ergebnis einer pathogenen MSH2Genvariante. Diese Entdeckung brachte Klarheit und Hoffnung und legte den Grundstein für das genetische Verständnis, von dem heute so viele Patientinnen und Patienten profitieren.

Als sie 2002 getestet wurde, erhielt auch sie die Bestätigung der MSH2Variante.
Drei Jahre nach der Diagnose eines Ovarialkarzinoms in Kombination mit schwerer Endometriose, nach monatelangen starken Bauchschmerzen, erhielt sie die Diagnose Darmkrebs. Von einer Humangenetikerin erfuhr sie Mitte 2024 von SemiColon und ERN GENTURIS und engagiert sich seither in beiden Organisationen als Patientenrepräsentantin. In dieser Rolle durfte sie 2024 und 2025 auf der European Hereditary Tumor Group (EHTG) Conference sprechen. Im März 2025 hat sie am Institut für klinische Genetik an der TU Dresden einen Vortrag zum Thema Lynch-Pedigree gehalten. Außerdem hat sie im Klinikum Stuttgart, wo ihre Operationen durchgeführt worden waren, im Mai 2025 ein Lynch-Syndrom Symposium organisiert und eröffnet. Im Dezember 2025 konnte sie schließlich als Coauthor den Artikel “Living at genetic risk: The patient experience of Lynch syndrome” im International Journal of Cancer veröffentlichen. Eine ganz besondere Ehre war es, dass sie bei der Eröffnung des Deutschen Krebskongress am 18. Februar 2026 ein Grußwort sprechen konnte.

Georginas Ziel ist es, als SemiColon und ePAGVertreterin (European Patient Advocacy Group) innerhalb von ERNGENTURIS die strukturierte Zusammenarbeit bei der Patientenversorgung zu fördern. Das Netzwerk vereint 51 medizinische Einrichtungen in 23 Ländern und verbindet Fachleute und Betroffene, um Wissen zu teilen, Versorgung zu standardisieren und die Präzisionsmedizin für Menschen mit genetischen Tumorrisikosyndromen voranzubringen. 

 

Ronja Fleckenstein (27)

Bei Ronja aus Bayern wurde im Alter von 26 Jahren Darmkrebs im Stadium IV diagnostiziert. Nach einer großen Operation im Januar 2025 und  Chemo befindet sie sich in Vollremission und engmaschigen Nachsorge. Im Oktober 2025 hat sie begonnen, ihre Geschichte öffentlich auf Instagram unter @ronjarises zu teilen. Nachdem sie den Bedarf nach Austausch gemerkt hat, hat sie eine Selbsthilfegruppe für darmkrebserkrankte Frauen im DACH-Raum gegründet mit inzwischen 27 starken Frauen als Mitgliedern. Im Januar 2026 durfte sie einen TEDx Talk an der Hochschule München über den Umgang mit ihrer Erkrankung halten. 
Aktuell arbeitet Sie ehrenamtlich mit der Organisation FAQ Health zusammen. Im Rahmen des Darmkrebmonats März veröffentlicht sie täglich eine kleine Podcastfolge auf Spotify. Darin gibt sie Einblicke in ihr Leben nach der Diagnose und spricht über Prävention, Vorsorge & Symptome von Darmkrebs.

Es liegt ihr am Herzen besonders junge Menschen für Darmkrebs zu sensibilisieren. Wenn sie beginnen, über Vorsorge zu sprechen, kann dieses Bewusstsein auch ihre Eltern und Familien erreichen, so Ronja. Wenn junge Menschen ihre Eltern dazu ermutigen, eine Darmspiegelung wahrzunehmen, kann Darmkrebs früher entdeckt & besser behandelt werden. Gleichzeitig wissen dann auch jüngere Familienmitglieder, ob sie zu einer Risikogruppe gehören & selbst früher zur Vorsorge gehen sollten. 
Ronja findet 
große Erfüllung in dieser Arbeit und möchte ihre Stimme unbedingt weiterhin als Sprachrohr für mehr Sichtbarkeit von Darmkrebs nutzen.
Mehr auf Instagram unter @ronjarises.

Was ist der "Ehrenfelix"?

Der Ehrenfelix ist ein Sonderpreis des Felix Burda Award, den die Felix Burda Stiftung gemeinsam mit FOCUS und FOCUS online verleiht. Er ist eine
Hommage an Felix Burda, der seine Erkrankung zum Anlass nahm, andere vor Darmkrebs bewahren zu wollen. Auf seinen Wunsch hin haben Felix’ Eltern nach seinem Tod 2001 die Felix Burda Stiftung gegründet. 

Seit 2017 zeichnet die Stiftung diejenigen Menschen mit dem „Ehrenfelix“ aus, die wie Felix an Darmkrebs erkrankt sind und die sich trotz ihrer Erkrankung für andere starkmachen und sie vor dieser Krankheit bewahren wollen.

Die Gewinnerin des Sonderpreises wird am 21. Juni 2026 ihren Ehrenfelix auf der glamourösen Bühne des Felix Burda Award im Axica Berlin entgegennehmen. 

 

Die Gewinnerauswahl – so läuft sie ab:

22.03.:                   Bewerbungsschluss für den Ehrenfelix
24.3.:                     Vorauswahl durch eine interne Jury: Felix Burda Stiftung, FOCUS, FOCUS Online
27.03.-13.04.:      Öffentliche Votingphase – drei Kandidaten stehen zur Auswahl

14.04.:                   Gewinner wird offiziell benachrichtigt
21.06.:                   Preisverleihung Ehrenfelix im Rahmen des Felix Burda Award in Berlin

 

Diese Jury hat aus fünf Bewerbungen drei Kandidaten für das Publikumsvoting nominiert:

  • Edda Grabar, Ressortleitung Wissen & Gesundheit, FOCUS Magazin.
  • Ralf Johst, Executive Director Content und Distribution, FOCUS Online.
  • Heidrun Thaiss, Executive Director Medicine & Science, Felix Burda Stiftung.
  • Sabine Markmiller, kaufmännische Geschäftsführung, Felix Burda Stiftung.
  • Adriana Seefried, Referentin Public Affairs & Communications, Felix Burda Stiftung
  • Carsten Frederik Buchert, Director Marketing & Communications, Felix Burda Stiftung.