In Kürze ...

... geben wir die Nominierten des Felix Burda Award 2017 bekannt!

Danke!

Wir bedanken uns schon heute bei allen Bewerbern für Ihr Vertrauen und das wunderbare Engagment gegen Darmkrebs!

Betriebliche Prävention

Audi AG: „Krebs aktiv begegnen“ (Dr. Matthias Finell, Dr. Eva-Maria Dienstdorf, Dr. Ute Heinrich, Dr. Horst Mann)

Die Darmkrebsprävention ist seit zehn Jahren fester Bestandteil des konzernweiten Audi Check ups, den ca. 90 Prozent der Belegschaft in Anspruch nehmen. Zusätzlich zum regelmäßigen Angebot des immunologischen Stuhltests für alle Mitarbeiter ab 45 Jahren wurde im Rahmen der Aktion „Krebs aktiv begegnen“ intensiv über primäre, sekundäre und tertiäre Präventionsmöglichkeiten aufgeklärt. Die Aktion zeichnet sich durch eine besonders starke Nachhaltigkeit aus.

 

ExxonMobil Central Europe Holding GmbH: „Darmgesundheit im Mittelpunkt des Körpers” (Dr. Helena Auber, Regina Jordan, Birgit Pieper, Susanne Wenzel)

ExxonMobil hat an neun deutschlandweiten Standorten allen Mitarbeitern kostenlos einen immunologischen Stuhltest angeboten und dabei gezielt auch über Risikogruppen informiert. Die starke Einbindung der Betriebsärzte und des Managements zählen zu den Erfolgsfaktoren des Programms. Besonders die sehr hohe Teilnahme- und Rücklaufquote zeichnen dieses Projekt aus.

 

Universitätsklinikum Freiburg und Universität Freiburg: „Darmkrebsfrüherkennung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Freiburg, der Universitätsklinik und des Universitätsherzzentrum Freiburg - Bad Krozingen“ (Dr. Jürgen Pietsch, Birte Janson, Prof. Dr. Robert Thimme, PD Dr. Hannes Neeff)

Mit dem Angebot der Darmkrebsvorsorge an allen Unternehmensstandorten und dem Einsatz des Betriebsarztes für die Versorgung der positiv getesteten Mitarbeiter hat das Projekt Vorbildcharakter für andere Klinikzentren in Deutschland. Verschiedene Fachabteilungen wurden in der Vorbereitung eingebunden. Das Projekt konnte eine sehr gute Rücklaufquote von 49% generieren.

Engagement des Jahres

„Dahoam is Dahoam“: Daniela Boehm (BR Fernsehen), Georg Rettenbeck (BR Fernsehen), Bernhard Ulrich (Schauspieler), Silke Popp (Schauspielerin)

Das gesellschaftsrelevante Thema Darmkrebsvorsorge wurde über sechs Folgen á 30 Minuten realistisch und sensibel in der täglichen Vorabendserie „Dahoam is Dahoam“ bespielt. Die Serie ist mit rund 1600 Folgen, einem durchschnittlichen Marktanteil von 3,6% und über 1 Mio. Zuschauern pro Folge das Erfolgsformat des Bayerischen Fernsehens. Erzählt werden die Geschichten eines fiktiven bayerischen Ortes und seiner Bewohner in mundartlich gefärbten Dialogen.

 

„Die ExtraDosis Darmkrebsvorsorge für Sachsen“: Prof. Dr. D. Michael Albrecht (Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden), Prof. Dr. Jochen Hampe (Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden), PD Dr. Gerhard Heptner (Landesgruppe Sachsen des Berufsverbandes der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e. V), Dirk Popp (Ketchum Pleon)

An dem normalerweise geschlossenen Mittwoch Nachmittag haben 33 vorsorgeberechtigte Praxen aus ganz Sachsen eine „ExtraDosis“ – sprich 244 zusätzliche Koloskopien angeboten. Über eine eigens installierte Hotline konnten die Interessenten unkompliziert einen Termin vereinbaren. Innerhalb von zwei Tagen war die komplette „ExtraDosis“ vergeben. In 97 Fällen wurden Polypen abgetragen, davon waren neun high-grade Polypen und drei mit Verdacht auf ein Karzinom.

 

Facebook-Gruppe „Darmkrebs geht uns alle an“: Daniela Romano, Peter Kirschke, Yvonne Bauer, Susanne Peters, Jörg Gundelach

Im Februar 2011 gründete Daniela Romano nach dem Darmkrebstod  ihres Vaters diese facebook-Gruppe. Mittlerweile betreuen 5 ehrenamtliche Administratoren – vier davon sind selbst an Darmkrebs erkrankt – die auf rund 1170 Mitglieder angewachsene geschlossene Gruppe. Die Mitglieder – Betroffene und Angehörige - helfen sich gegenseitig, bieten Rat und Trost und  Gesprächspartner. Fachärzte in der Gruppe stehen stets für medizinische Fragen zur Verfügung.

Medizin & Wissenschaft

„Validierung des Fragebogens des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. zum familiären und hereditären Darmkrebsrisiko“: Prof Dr. Andrea Siebenhofer-Kroitzsch (Goethe-Universität Frankfurt), Jasper Plath, M.Sc. (Deutsches Krebsforschungszentrum), Dr. Insa Koné (Goethe-Universität Frankfurt), Sylvia Schulz-Rothe (Goethe-Universität Frankfurt)

Bislang existiert kein flächendeckendes, deutschlandweites Programm, in dem die Identifizierung von Personen mit einem familiär erhöhten Risiko für Darmkrebs berücksichtigt wird. Das Projekt ist Teil der Studie FRIDA.Frankfurt und zeigt erstmals, dass mithilfe des Fragebogens eine valide Einschätzung des familiären Darmkrebsrisikos in der Hausarztpraxis möglich ist.

 

„Mikrobielle Biomarker zur Früherkennung von Dickdarmkrebs“: Prof. Dr. Peer Bork, Dr. Georg Zeller, Dr. Anita Voigt und Jessica Oberheim (European Molecular Biology Laboratory)

Das Team am EMBL in Heidelberg erforscht die Entwicklung eines bakterienbasierten Ansatzes für einen neuen Stuhltest zur Früherkennung von Darmkrebs. Mithilfe modernster Metagenomik haben die Wissenschaftler genaue Assoziationen des Darmmikrobioms mit Darmkrebs, insbesondere in frühen Stadien, ermittelt. Bestimmte Bakterienkonstellationen könnten damit als Warnsignal für Darmkrebs dienen.

 

„Monozyten zur Früherkennung des Kolorektalkarzinoms“: Dr. Alexander Hamm (Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg), Prof. Massimiliano Mazzone (VIB Vesalius Research Center, Leuven), Prof. Hans Prenen (GI Oncology / University Hospital Leuven)

Auf Basis der Wechselwirkung zwischen Darmtumoren und bestimmten Zellen im Blut verfolgt die Forschungsgruppe die Entwicklung eines blutbasierten Früherkennungstest für Darmkrebs. Dabei konnten erstmals spezifische Reaktionen der Monozyten (Zellen des Immunsystems) nachgewiesen werden, die vom Tumor durch ausgesandte lösliche Botenstoffe verursacht werden. Diese genetischen Veränderungen der Monozyten im Blut könnten als Marker zur Diagnose von Darmkrebs dienen.