Es wird viel getan

Um möglichst viele familiär Belastete frühzeitig erkennen zu können, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen:

  • Neu an Darmkrebs Erkrankte werden durch ihre Krankenkasse schriftlich über das erhöhte Risiko erstgradig Verwandter informiert.
  • Patienten zwischen 25 und 50 Jahren werden systematisch von Ärzten in bayerischen Praxen nach Darmkrebserkrankungen in der Familie gefragt (regelhafte Erhebung der Familienanamnese).
  • Die Zielgruppe erhält mit dem Projekt FARKOR außerdem erstmals die Möglichkeit, eine vorgezogene Vorsorgedarmspiegelung (entsprechend der Empfehlungen der wissenschaftlichen Leitlinie) oder alternativ einen immunologischen Stuhltest in Anspruch zu nehmen und damit dem Risiko einer Darmkrebserkrankung vor dem Alter von 50 Jahren vorbeugen zu können.
  • Über eine Informationswebsite mit interaktivem Risikotool können sich Menschen auch selbst über ihr individuelles Erkrankungsrisiko informieren. Sie haben außerdem die Möglichkeit, über die Eingabe ihrer Postleitzahl, nach Ärzten in ihrer Nähe zu suchen, die sich an diesem Projekt beteiligen.

Zu den weiteren Bausteinen gehören die Fortbildung der Ärzte zum familiären und erblichen Darmkrebsrisiko sowie die Durchführung der informierten Entscheidung bei der Beratung betroffener Patienten.